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Die neue Bertelsmann University

Seit vielen Jahren stehen sie für eine nachhaltige Weiterbildung in unserem Unternehmen; Tausende von Managern und Mitarbeitern haben ihre Kurse durchlaufen. Jetzt wachsen Bertelsmann University und Bertelsmann Academy zusammen. Unter dem Markennamen „Bertelsmann University“ entsteht eine einheitliche Learning-Organisation für den gesamten Konzern, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen und in aller Welt. Geleitet wird die neue Bertelsmann University von Steven Moran. Er berichtet als Chief Learning Officer an Personalvorstand Immanuel Hermreck und verantwortet neben der Weiterbildung künftig auch die Mitarbeiterbefragung.

Immanuel Hermreck

Für Immanuel Hermreck ist die Zusammenführung der Weiterbildungsorganisationen ein Meilenstein in der Umsetzung seiner Personalstrategie, die er kurz nach seinem Antritt als Personalvorstand verkündet hatte. Mit Blick auf die Weiterbildung erklärt er: „Wir wollen unseren Mitarbeitern die besten Möglichkeiten für ihre Weiterentwicklung bieten, und das über die Grenzen von Bereichen, Regionen und Funktionen hinweg.“ Dabei sieht Hermreck einen direkten Zusammenhang zwischen Konzern- und Personalstrategie, denn: „Umsetzen müssen die Bertelsmann-Strategie letzten Endes die Führungskräfte und Mitarbeiter – aber sie müssen sie auch umsetzen können. Wir wollen ihnen helfen, die dafür notwendigen Kompetenzen mit modernsten Lern- und Weiterbildungslösungen aufzubauen.“

Das gelte, fährt der Personalvorstand fort, gerade angesichts der digitalen Transformation: „Die Digitalisierung verändert unsere Geschäftsmodelle und unsere Arbeitswelt. Sie erfordert – und schafft – neue Fähigkeiten und Kompetenzen. Dem wollen wir mit gezielter Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeiter begegnen. Genau das ist die Aufgabe der neuen Bertelsmann University.“ Immanuel Hermreck, der selbst mehrere Jahre an der Spitze der University stand, erinnert: „Bertelsmann war Vorreiter im Bereich Corporate Universities – und das erste Unternehmen in Deutschland, das ein Duales Studium angeboten hat. Innovative Initiativen wie diese werden wir nun inhaltlich wie international ausweiten und methodisch an die Möglichkeiten und Anforderungen des digitalen Zeitalters anpassen. Online zu lernen wird auch bei Bertelsmann ein viel größeres Gewicht bekommen.“ Digitale Transformation bedeute für ihn in der Personalarbeit, einerseits Digitalisierung zu lernen, andererseits digital zu lernen, schließt Hermreck.

Steven Moran

Darauf richtet sich die neue University konsequent ein. „Der Anteil an Online-Learning-Programmen wird sich signifikant erhöhen. Wir werden das Lernangebot im Bertelsmann Learning Management System, dem Peoplenet, maßgeblich erweitern“, erklärt Steven Moran, „denn wir sind davon überzeugt, dass Weiterbildung dank der Digitalisierung effizienter und effektiver denn je angeboten werden kann. Außerdem wird Lernen überall und jederzeit möglich – unabhängig von Trainern oder Klassenräumen. Das alles nutzt Mitarbeitern wie Unternehmen gleichermaßen denn es wird die Lernkultur bei Bertelsmann verändern.“ Gleichzeitig soll mit dem Ausbau des digitalen Lernens der Anteil physischer Weiterbildungsangebote bei Bertelsmann schrittweise reduziert werden.

Die University folgt damit nicht nur den neuen Anforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung, sondern auch einem weltweiten Trend hin zum lebenslangen Lernen, beispielsweise mithilfe von Udacity, einer Bertelsmann-Beteiligung aus dem Education-Bereich. Die Möglichkeit, sich jederzeit und überall jobspezifisch, persönlich, aber auch in vollkommen neuen Wissensgebieten zu bilden, soll allen Mitarbeitern gegeben werden. Doch auch wenn vieles neu und anders werde in der beruflichen Weiterbildung bei Bertelsmann, so versichert der neue Chief Learning Officer zugleich: „An vielen bewährten Formaten von University und Academy werden wir festhalten. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung der Geschäfte bei der Ausarbeitung und Durchführung maßgeschneiderter Lern- und Entwicklungsmaßnahmen, wie es die Academy bisher angeboten hatte, oder aber das Mastering New Challenges Programm, das die University gemeinsam mit der Harvard Business School entwickelt hat. Ein weiteres Beispiel sind die renommierten State of the Art Foren zu Themen wie Digitalisierung 2013 im Silicon Valley oder Kreativität 2014 in London.“

Eben diese Foren, bei denen es neben dem Lernen immer auch um die persönliche Vernetzung der teilnehmenden Bertelsmann-Manager untereinander ging, werden künftig in einem von vier neuen Bereichen der  Bertelsmann University gebündelt: dem Strategy Campus. Hier finden die großen, konzernübergreifenden Formate unter Beteiligung von Vorstand, GMC und CEO statt, hier liegt der Fokus auf den strategischen Leitlinien und ihrer Umsetzung. Ein zweiter Bereich, der Leadership Campus, greift das für Bertelsmann nicht weniger relevante Thema Führung auf. Ziel ist es, Führungskräfte und damit Führung bei Bertelsmann durch gezielte Angebote immer weiter zu verbessern und mit den hohen Ansprüchen von Bertelsmann in diesem Bereich in Einklang zu bringen.

Um die fachliche Weiterbildung in verschiedenen spezifischen Themenfeldern geht es im Function Campus. Er konzentriert sich auf die Aufgaben und Funktionen, die Mitarbeiter ausüben und will ihnen Hilfestellungen zur Weiterentwicklung und zum Erkennen neuer Trends geben. In diesen Bereich fallen beispielsweise die Summits in den Bereichen HR, Finanzen oder – wie vor wenigen Wochen in Berlin – IT. Als vierter und letzter Arbeitsbereich der neuen University kommt der Individual Campus hinzu. Wie der Name sagt, geht es hier um die individuelle Aneignung neuen Wissens für einen ganz konkreten Job oder zur persönlichen Weiterentwicklung. Das Angebot der University ist so vielfältig wie die Aufgaben bei Bertelsmann es sind, es reicht von Office- über Sprach- bis hin zu Gesprächstechniken und Management-Kursen. Gerade hier soll künftig das Online-Learning verstärkt Einzug halten, um die Kurse unabhängiger von Zeit und Ort zu machen – und um sie zunehmend auch international anbieten zu können.

Denn die internationale Ausweitung der Weiterbildungsangebote gehört zu den wichtigsten Zielen, die Bertelsmann mit der neuen University verfolgt – und damit zu den wichtigsten Zielen für deren Chef Steven Moran. Er selbst bringt schon in seiner Biografie jede Menge Internationalität für und in die neue Aufgabe mit. Moran, US-amerikanischer und belgischer Staatsbürger mit deutschen Wurzeln, hat in Houston, Harvard und St. Louis studiert, bevor er 1999 über das Zentrale Nachwuchsprogramm zu Bertelsmann kam, wo er in den Jahren 2003 und 2004 unter anderem bereits im Team der Bertelsmann University tätig war. Nach Stationen in der Unternehmensentwicklung und Führungsfunktionen im Bereich Personal verließ er 2005 Bertelsmann vorübergehend und wechselte zu Apple. Dort war er für den Aufbau von iTunes in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich.

2007 kehrte Moran zu Bertelsmann zurück, zunächst als Senior Vice President, Corporate HR Strategy & Controlling. Im Februar 2011 ging er dann als COO zur BMG nach Berlin. Als Mitglied der Geschäftsführung übernahm er in dem stark expandierenden Musikrechteunternehmen die weltweite Verantwortung für die Bereiche Operations, Personal sowie IT & Systeme. Zusätzlich gehörte zu seinen wesentlichen Aufgaben die Integration der zahlreichen neu erworbenen Unternehmen und Verlage in die BMG. Von Dezember 2013 bis zu dessen Auflösung zu Beginn dieses Jahres hatte Steven Moran die Leitung des Transformation Management Office im Corporate Center inne.

Immanuel Hermreck erklärt zu Morans Berufung als Chief Learning Officer: „Ich arbeite seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit Steven Moran zusammen und freue mich sehr, dass er die Verantwortung für die neue Bertelsmann University und damit für ein strategisch ganz zentrales Feld bei Bertelsmann übernimmt. Er übernimmt zwei Bereiche, die Gerd Bührig und Heribert Sangs, der unverändert die Leitung der Abteilung Zentrale Bildung (ZA) behält und an mich berichtet, hervorragend geführt und aufgestellt haben. Steven wird Weiterbildung bei Bertelsmann nun strukturell, inhaltlich und methodisch weiter entwickeln und vor allem international ausweiten. Hierfür hat er bereits in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Gerd Bührig die Grundlagen geschaffen und entscheidende Impulse für die Neuausrichtung gesetzt. Ich wünsche ihm viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe.“ (benet)