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„Etwas Neues zu lernen, ist ein Privileg" | Erfahrungsberichte der Data Analyst Teilnehmer

Mit dem „Udacity Technology Scholarship Program“ startete Bertelsmann im September vergangenen Jahres eine neue, umfangreiche Stipendieninitiative. Nach dem Abschluss des „Challenge Course“ erhielten die besten zehn Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Stipendium zu einem vollwertigen Udacity-Nanodegree-Programm in den Bereichen Cloud, Data oder Künstliche Intelligenz. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Bertelsmann-Firmen konnten sich im Rahmen der Weiterbildungsinitiative für eines der drei Nanodegree-Programme qualifizieren. Im Gespräch mit dem BENET berichten einige von ihnen von ihren Erfahrungen im „Udacity Technology Scholarship Program“.

Im zweiten Teil erzählen Nele Hülck, Associate in der Abteilung International Corporate Treasury and Finance bei Bertelsmann in Deutschland, Jonathan Papworth, Business Analyst bei Arvato Supply Chain Solutions in den Niederlanden, und Candice Chua, Finance Analyst bei Arvato Supply Chain Solutions in Singapur, unter anderem, was sie im „Data Analyst“-Nanodegree-Programm gelernt haben, wie sie das gelernte Wissen im Beruf anwenden können und was ihnen an dem Kurs besonders gefallen hat.

BENET: Wie haben Sie das „Udacity Technology Scholarship Program“ im Ganzen erlebt? 

Nele Hülck: Das „Udacity Technology Scholarship Program“ bietet eine tolle Möglichkeit, sich eigenständig weiterzubilden und seine Fähigkeiten auszubauen. Es ist eine gute Option, sich im Programmieren auszuprobieren. Auch wenn es eventuell nicht in der derzeitigen Stelle anzuwenden ist, wird es in Zukunft sicherlich eine Möglichkeiten geben, das Gelernte zu zeigen.

Candice Chua: Es war eine wirklich gute und schöne Gelegenheit, in Teilzeit zu studieren – mein Studium liegt schon wirklich lange zurück. Etwas Neues lernen zu können, ist ein Privileg. Dass Bertelsmann das lebenslange Lernen und den Weg zur digitalen Transformation unterstützt und fördert, ist sehr ermutigend. 

BENET: Wie haben Sie den Start des Nanodegree-Programms erlebt? 

Candice Chua: Wie für viele andere auch, war besonders die Anfangsphase sehr aufregend für mich, weil ich nicht genau wusste, was mich erwartet. Was ich aber wusste, war, dass ein hohes Maß an Zeit und Engagement erforderlich waren, um das Nanodegree zu schaffen. 

Nele Hülck: Ich persönlich fand den Start sehr gut organisiert. Neben der Auftaktveranstaltung konnte man sich mit seinen Mitstipendiaten über Inhalte und Vorgehensweisen austauschen. 

Jonathan Papworth: Es fühlte sich großartig an, ein neues Kapitel zu beginnen und die Möglichkeit zu nutzen, zu studieren und neue Fähigkeiten für meine zukünftigen Karrieremöglichkeiten zu erwerben. Am ersten Tag wimmelte es auf der Austauschplattform Slack nur so von Nachrichten und Aktivitäten der Studierenden, und alle warteten gespannt auf den offiziellen Start des Kurses. 

BENET: Was haben Sie im „Data Analyst“-Nanodegree gelernt?

Jonathan Papworth: In allen Projekten haben wir gelernt, wie man Daten sammelt, bewertet, bereinigt, analysiert und die Ergebnisse teilt. Dabei wurde die Programmiersprache Python genutzt, mit deren Hilfe man aufschlussreiche statistische Informationen erhalten und Berechnungen durchführen kann, um Korrelationen zwischen Daten zu finden. 

Nele Hülck: Das Nanodegree ist in vier Themenblöcke aufgeilt, mit jeweils rund sechs weiteren Unterpunkten. Im Teil „Introduction to Data Analysis“ werden notwendige Tools für das Programm vorgestellt. Im Teil „Practical Statistics“ werden die Grundlagen der Statistik wiederholt. Im Teil „Data Wrangling“ geht es um das Programmieren und Aufbereiten von Daten ebenso wie im Teil „Data Visualization“. 

Candice Chua: In einigen Projekten haben wir außerdem mit der Anwendung Jupyter Notebook gearbeitet. Das war für mich eine nützliche Einführung in die Welt des Programmierens. 

BENET: Was macht für Sie das Besondere des Nanodegree-Programms aus, und wo liegt für Sie persönlich die Herausforderung? 

Jonathan Papworth: Am besten gefällt mir das Lernen in der Udacity-Community. Sie ermöglicht es mir, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam zu arbeiten, um unterschiedliche Ansätze zur Lösung eines Problems zu finden. Eine große Herausforderung war für mich, das Programmieren zu lernen, um Erkenntnisse gewinnen zu können. Doch das neue Wissen hat mir noch mehr Optionen im Bereich Datenanalyse und maschinelles Lernen beziehungsweise Data Science aufgezeigt, da diese eng miteinander verbunden sind. 

Nele Hülck: Das Nanodegree ist ein sehr guter Einstieg in die Programmierwelt. Gerade in der heutigen Zeit ist Datenverarbeitung und das Aufbereiten von Daten immer wichtiger. Das Nanodegree bietet die Chance, sich in diesem Bereich weiterzubilden und digitale Herausforderungen im Berufsalltag zu meistern. Durch das Programm ist es mir möglich, meine Aufgaben, die bislang über Excel liefen, effizienter mithilfe von selbst geschriebenen Programmen ausführen zu können. Die abzugebenden Aufgaben sind tatsächlich die größte Herausforderung. Dort wird in einer Aufgabe alles Wissen der vorangegangen Unit abgefragt.

Candice Chua: Aus meiner Sicht ist das Nanodegree-Programm vor allem aufgrund der Projekte sehr attraktiv und hilfreich für Berufstätige. Sie sind eine gute, praktische Ergänzung zu den theoretischen Videokursen der Udacity-Mentorinnen und -Mentoren. Ich habe außerdem die Programmiersprachen Anaconda und Python erlernt, was für mich ganz neu war. 

BENET: Wie gelingt es Ihnen, das Nanodegree-Programm neben der Arbeit zu absolvieren? 

Jonathan Papworth: Meine Empfehlung: Lerne jeden Tag, und wenn es nur 30 Minuten sind – und aus 30 Minuten können schnell längere Lernstunden werden. Lerne in einem Raum ohne Ablenkung durch Familie, Freunde oder den Fernseher. Das Handy leise stellen oder ausschalten und außer Reichweite legen. Immer sicherstellen, dass ein Glas Wasser bereit steht. Und zwischendurch Pausen machen und das Gelernte reflektieren. 

Candice Chua: Ich habe an den Wochenende die Priorität aufs Lernen gelegt und habe es mir zum Ziel gesetzt, den Kurs so schnell wie möglich abzuschließen. Und mit einem klaren Fokus und dieser Zeiteinteilung habe ich es geschafft. 

Nele Hülck: Ich absolviere das Nanodegree-Programm hauptsächlich abends oder am Wochenende. Der Erfolg, wenn nach einem langen, selbstgeschriebenen Code das richtige Ergebnis erscheint, motiviert mich, weiter am Ball zu bleiben. Das Programm lässt sich sehr gut neben dem Beruf absolvieren. Es sollten durchschnittlich zehn Stunden pro Woche eingeplant werden. Wer aber in den ersten Wochen mehr Zeit investiert, kann das Programm auch in weniger als sechs Monaten abschließen. 

BENET: Wie können Sie das Wissen aus dem Nanodegree-Programm in Ihren beruflichen Alltag einbringen?

Nele Hülck: In meiner jetzigen Position könnte mir das Nanodegree dabei helfen, Prozesse zu automatisieren. Dabei denke ich besonders an das Reporting oder an einige Hintergrundprozesse in bestehenden Programmen. 

Jonathan Papworth: Ich kann das Wissen in vielen Bereichen meines Jobs anwenden, beispielsweise bei der Überprüfung und Visualisierung von Datensätzen. 

Über das „Udacity Technology Scholarship Program“

Über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert Bertelsmann 50.000 Tech-Stipendien auf der Online-Bildungsplattform Udacity (das BENET berichtete). Jedes Jahr besteht die Stipendieninitiative aus 15.000 Plätzen für den „Challenge-Kurs“ in den Bereichen Cloud, Data und AI, gefolgt von 1.600 Plätzen im  Nanodegree-Programm. 

In der zweiten Runde der Stipendieninitiative wird Bertelsmann das Cloud-Nanodegree mit dem Fokus auf den Cloud-Computing-Anbieter Azure-, das Nanodegree-Programm „Predictive Analytics for Business“ sowie das Programm „AI Product Manager“ anbieten. Die Bewerbungsphase hierfür beginnt am 15. September 2020. Das Stipendium richtet sich gleichermaßen an Personen mit und ohne Programmier- oder IT-Erfahrung. 

Wenn Sie über den Start der Bewerbungsphase informiert werden möchten, können Sie sich über den folgenden Link registrieren und erhalten per E-Mail automatisch eine Benachrichtigung: https://createyourowncareer.de/udacity/reminder (benet)

 

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