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„Kurse für alle, die in die digitalen Technologien eintauchen wollen“

Im Gespräch mit dem BENET erläutert Steven Moran, Chief Learning Officer von Bertelsmann, wie sich das „Udacity Technology Scholarship Program“ in der zweiten Runde vom Vorjahr unterscheidet. Außerdem blickt er auf die erfolgreiche erste Runde der Stipendieninitiative zurück.

Mitte September startete Bertelsmann die Bewerbungsphase für die zweite Runde seiner Digitalinitiative „#50000Chancen“ und vergibt weitere 15.000 Stipendien für Udacity-Kurse in den Bereichen Cloud, Data und Künstliche Intelligenz (das BENET berichtete). Steven Moran, Chief Learning Officer von Bertelsmann, blickt im Gespräch mit dem BENET auf die erfolgreiche erste Runde des Programms zurück und erläutert, inwiefern sich das „Udacity Technology Scholarship Program“ in Runde zwei vom Vorjahr unterscheidet.

Udacity gilt als eine der führenden Bildungsplattformen des Silicon Valley und als Pionier im Bereich des digitalen Lernens. Ist dies der Grund für das hohe Interesse am „Udacity Technology Scholarship Program“ in der ersten Runde?

Steven Moran: Es ist eine Kombination aus zwei wichtigen Faktoren: den „State-of-the Art“-Inhalten und der Art und Weise ihrer Vermittlung. Udacity reagiert laufend auf die sich verändernden Anforderungen des Marktes und entwickelt gemeinsam mit führenden Experten der Technologiebranche, wie etwa Microsoft, ständig Inhalte für neue Kurse, wie beispielsweise den Kurs „Cloud Developer with Azure“. Zudem vermittelt Udacity Fähigkeiten ausschließlich digital, komprimiert und vor allem anwenderfokussiert. Das Lernen erfordert zwar eine intensive und fokussierte Beschäftigung mit den Inhalten, bietet aber die Möglichkeit, in einem kurzen Zeitraum ein Wissen zu erwerben, das in der Praxis direkt angewendet werden kann. In einer Zeit, in der der technologische Wandel schneller voranschreitet als je zuvor, beweist die Bewerberzahl des vergangenen Jahres mit 45.600 Frauen und Männern wie groß der Bedarf daran ist, sich fortwährend weiterzubilden. 

Können Sie noch einmal zusammenfassen, warum Kompetenzen in diesen Technologiebereichen heute so wichtig sind, besonders auch für die Beschäftigten bei Bertelsmann?

Steven Moran: Die Förderung digitaler Geschäftsmodelle bei Bertelsmann ist essentiell für das diversifizierte Portfolio des Konzerns. In den vergangenen Monaten haben wir noch einmal festgestellt, dass die Geschwindigkeit der notwendigen Technologisierung durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zugenommen hat. Diese digitalen Geschäftsmodelle werden insbesondere durch Technologien wie Cloud, Data und Künstlicher Intelligenz getrieben. Daher ist es unabdingbar, dass wir alle kontinuierlich unsere Fähigkeiten und unser Wissen in diesen Bereichen auf- und ausbauen – nicht nur, um diese Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, sondern auch um für die Arbeitswelt der Zukunft gut aufgestellt zu sein. Die Bertelsmann-interne Abschlussquote liegt mit 55 Prozent aller Bertelsmann-Stipendiatinnen und -Stipendiaten deutlich über dem Udacity-Benchmark von 25 bis 30 Prozent. Dieses Ergebnis bestätigt den Mehrwert dieses Stipendienangebots umso mehr.

Die Bewerbungsphase für die zweite Runde des „Udacity Technology Scholarship Program“ läuft gerade. Wie unterscheidet sich die zweite von der ersten Runde? Wer kann sich denn dieses Jahr bewerben?

Steven Moran: Grundsätzlich ist es, wie auch im vergangenen Jahr, allen Interessenten möglich, sich zu bewerben. Wir möchten es mit den insgesamt neun verschiedenen Nanodegrees über drei Jahre hinweg ganz unterschiedlichen Zielgruppen ermöglichen, an dem Programm teilzunehmen. So richtete sich die erste Runde des „Udacity Technology Scholarship Program“ eher an erfahrenere Programmiererinnen und Programmierer, die ihre Fähigkeiten beispielsweise im Kurs „DevOps“ und „Deep Learning“ ausbauen konnten. In der aktuellen, zweiten Runde dagegen sprechen wir besonders diejenigen an, die den neuen Technologien und den enormen Potenzialen offen gegenüber stehen, aber noch keine tiefe Expertise in diesen Gebieten aufweisen. Technologisches Vorwissen ist deshalb in Kursen wie dem „AI Product Manager“ und dem „Predictive Analytics for Business“ nicht zwingend erforderlich. Die neuen Kursinhalte richten sich an alle, die in die digitalen Technologien eintauchen wollen. Ebenso wie Thomas Rabe zu Beginn der Bewerbungsphase in seinem Brief an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagte, hoffe auch ich darauf, dass sich möglichst viele Kolleginnen und Kollegen bewerben. Unter ihnen sind dann vielleicht auch diejenigen, die im vergangenen Jahr bereits mit dem Programm geliebäugelt, sich aber bislang noch nicht dafür entschieden haben. Aber auch Absolventinnen und Absolventen der ersten Runde sind gleichermaßen eingeladen, sich erneut zu bewerben. Sie dürfen wie gesagt auf komplett neue Inhalte gespannt sein.  

Wie können sich Interessierte informieren und bewerben?

Steven Moran: Wir haben zusammen mit Udacity eine Webseite für die Stipendieninitiative konzipiert, auf der sich alle Interessierten über die jeweiligen Kursbeschreibungen näher informieren und auch bis zum 16. November bewerben können. Im Vergleich zur Vorrunde haben wir in diesem Jahr außerdem den Bewerbungsprozess vereinfacht, sodass die Bewerbung noch schneller erledigt werden kann. Auch die lokalen Personalabteilungen stehen selbstverständlich für weitere Auskünfte zur Verfügung. Meine Empfehlung ist, proaktiv auf die Vorgesetzten zuzugehen und sie über die Teilnahme zu informieren. So können sie auch mit anderen Führungskräften besprechen, wie sich die Teilnahme am besten mit dem Arbeitsalltag vereinbaren lässt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten für die Challenge-Kurse werden Anfang Dezember bekannt gegeben, die Kurse starten direkt im Anschluss. Die sich an den „Challenge Course“ anschließende Phase der vollständigen Nanodegree-Programme, für die sich nur zehn Prozent aller Studentinnen und Studenten qualifizieren, startet dann im März 2021.

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